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Pelletheizung: Kosten 2026 und Vergleich mit der Wärmepumpe

Eine Pelletheizung ist günstiger in der Anschaffung als eine Wärmepumpe und heizt ohne CO₂-Preis – braucht aber Platz für das Lager, Wartung und Pellets, die zuletzt teurer geworden sind. Der Rechner vergleicht die Kosten für Ihr Haus über 20 Jahre.

Stand: 18.10.2026. Pelletpreise des Deutschen Pelletinstituts (DEPI), Förderung nach der Richtlinie BEG EM vom 17.08.2026.

kWh im Jahr inkl. Warmwasser

Pelletheizung

€; leer = 25.000 € (Spanne 14.000–35.000 €)
€/t lose, 6 t; Ø der letzten 12 Monate 412 €, Oktober 2026 465 € (DEPI)
Grundförderung, höchstens 28.000 € förderfähig. „Beide 30 %“ gilt für Anträge 2026 – und ab 2027 für Wärmepumpen aus der EU (15 % + 15 Punkte).
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Was kostet eine Pelletheizung in der Anschaffung?

Posten (Einfamilienhaus, co2online)Kosten
Pelletkessel4.000–14.000 €
Pelletlager (Lagerraum, Gewebetank oder Erdtank)rund 2.000 €
Pufferspeicher (Pflicht für die Förderung: mindestens 30 l je kW)rund 2.000 €
Solarkollektoren (optional)rund 4.500 €
Anlage mit Solarthermie und Kombispeicher (Stand 01/2025)14.000–21.000 €
komplett eingebaut, Ratgeber 2026bis rund 35.000 €
Wartung und Schornsteinfeger im Jahr280–500 €

Die co2online-Werte stammen von Anfang 2025 und enthalten den Einbau nicht ausdrücklich; für den Vergleich mit dem Angebots-Median der Wärmepumpe rechnen wir deshalb mit 25.000 €. Je 1.000 € mehr Anschaffung sinkt der Pelletpreis, bis zu dem sich die Pelletheizung rechnet, im mittleren Beispiel um rund 12 €/t. Holen Sie mehrere Angebote ein und denken Sie an den Abgasweg: Die Kunststoff-Abgasleitung eines Gas-Brennwertkessels eignet sich meist nicht für Pellets.

Pelletpreis und Verbrauch

Faustregel von co2online: 10.000 kWh Wärme brauchen rund 2,5 t Pellets (wir rechnen mit 2,5 t). Ein Kilogramm Pellets enthält 4,6 bis 5 kWh. Pelletpreis lose, 6 t, bundesweit inklusive Mehrwertsteuer:

MonatMai 2026Jun 2026Jul 2026Aug 2026Sep 2026Okt 2026
€/t388377388428454465

Im Schnitt der letzten zwölf Monate kostete die Tonne 412 €, das sind 8,6 ct je kWh Heizwert. Seit Juni ist der Preis um rund 23 % gestiegen; laut Pelletverband DEPV fehlt Sägerestholz, weil Sägewerke wegen der schwachen Nachfrage nach Schnittholz weniger einschneiden. Zuletzt waren Pellets im Frühsommer am günstigsten; größere Abnahmemengen senken den Preis je Tonne.

Pellets, Wärmepumpe oder Gas: Kosten über 20 Jahre

Berlin, ohne Förderung, Pellets zum Zwölfmonatsschnitt (412 €/t) bzw. zum Oktoberpreis (465 €/t):

BeispielPelletsWärmepumpeneue GasheizungPellets lohnen bis
Haus saniert, 15.000 kWh Gas, 3 Personen60.100 € / 63.300 €59.900 €65.600 €410 €/t
Haus teilsaniert, 20.000 kWh Gas, 3 Personen68.600 € / 73.000 €65.900 €83.800 €380 €/t
Haus unsaniert, 30.000 kWh Gas, 4 Personen85.800 € / 92.400 €77.900 €120.300 €350 €/t

Die Wärmepumpe ist ohne Förderung in allen drei Beispielen etwas günstiger; im sanierten Haus liegen beide praktisch gleichauf (60.100 € gegenüber 59.900 €). Je größer der Wärmebedarf, desto mehr spart die Wärmepumpe im Betrieb – im unsanierten Haus 900 € im Jahr. Gas ist in allen Beispielen am teuersten, wenn der CO₂-Preis wie erwartet steigt (mittleres Szenario) und für neue Gasheizungen ab 2029 die Bio-Quote gilt.

Die Förderung kann das Bild drehen: Bekommen beide 30 %, sinkt die Schwelle im mittleren Beispiel auf 370 €/t, weil die teurere Wärmepumpe mehr Zuschuss bekommt. Gilt für die Wärmepumpe ab 2027 nur noch die Grundförderung von 15 % (Gerät nicht aus der EU), die Pelletheizung aber weiter 30 %, steigt die Schwelle auf 420 €/t – dann liegt die Pelletheizung zum Zwölfmonatsschnitt vorn.

Förderung für Pelletheizungen

  • Zuschuss: 30 % Grundförderung (KfW, Programm 458) – auch ab 2027. Für selbstnutzende Eigentümer kommen der Klimageschwindigkeitsbonus (Antrag bis 31.01.2027 16 Punkte, danach sinkend; bei Austausch einer Gas-Zentralheizung nur, wenn sie mindestens 20 Jahre alt ist, und danach darf keine fossile Heizung mehr im Haus heizen) und der Einkommensbonus dazu. Förderfähig sind für die erste Wohnung höchstens 28.000 € (Antrag bis 31.01.2027, danach sinkend), insgesamt höchstens 70 % (mit 40 % Einkommensbonus 80 %). Details: Förderung 2026.
  • Bedingungen: automatisch beschickter Kessel auf der BAFA-Liste, Pufferspeicher mindestens 30 l je kW, Nutzungsgrad ηs mindestens 81 %, Staub höchstens 10 mg/m³ – für Anträge ab 01.10.2027 höchstens 2,5 mg/m³, meist nur mit Staubabscheider –, hydraulischer Abgleich.
  • Nicht gefördert: luftgeführte Pelletöfen und handbeschickte Einzelöfen. Ab dem 1. Quartal 2027 keine Förderung, wenn das Haus bereits eine ab 2008 in Betrieb genommene erneuerbare Heizung oder einen Wärmenetzanschluss hat.

Heizungsgesetz und CO₂-Preis

Nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz ist die Heizung frei wählbar; eine Pelletheizung erfüllt alle Anforderungen, eine Bio-Quote wie bei neuen Gasheizungen gibt es nicht. Holz fällt nicht unter den CO₂-Preis des Brennstoffemissionshandels – ein Vorteil gegenüber Gas und Öl, der mit steigendem CO₂-Preis wächst. Mehr unter Heizungsgesetz 2026. Wer vermietet, muss bei Pellets keine CO₂-Kosten mit den Mietern teilen (CO₂-Kosten Vermieter/Mieter).

Vor- und Nachteile

  • Vorteile: hohe Vorlauftemperaturen möglich – auch im unsanierten Altbau mit kleinen Heizkörpern; keine CO₂-Kosten; günstiger in der Anschaffung als die Wärmepumpe.
  • Nachteile: Platz für das Lager (im mittleren Beispiel rund 6 m³ Pellets im Jahr, Lagerraum rund 6 m²), mehr Wartung, Asche entsorgen, Feinstaub; Pelletpreise schwanken; Holz ist nur begrenzt verfügbar.

Ob eine Wärmepumpe in Ihrem Haus mit vertretbarer Vorlauftemperatur auskommt, zeigt der Altbau-Check; den Vergleich mit Gas und Öl in allen Varianten der Wärmepumpen-Rechner.

Häufige Fragen

Was kostet eine Pelletheizung?

co2online nennt für ein Einfamilienhaus 14.000 bis 21.000 € für eine Anlage mit Solarthermie und Kombispeicher – Pelletkessel 4.000 bis 14.000 €, Lager und Pufferspeicher je rund 2.000 €, Solarkollektoren rund 4.500 € (Stand Januar 2025). Ratgeber nennen 2026 komplett eingebaut bis rund 35.000 €; wir rechnen mit 25.000 €. Dazu kommen 280 bis 500 € im Jahr für Wartung und Schornsteinfeger und 50 bis 100 € für Hilfsstrom. Die Förderung beträgt 30 % plus mögliche Boni.

Wie viele Pellets braucht ein Einfamilienhaus?

Faustregel von co2online: 10.000 kWh Wärmebedarf ≈ 2,5 t Pellets. Ein Haus, das heute 20.000 kWh Gas verbraucht, braucht rund 4,2 t Pellets im Jahr, das sind etwa 6 m³. Der Lagerraum braucht laut co2online-Richtwerten rund 6 m² Grundfläche (Schrägbodenlager, 2 m hoch).

Was kosten Pellets aktuell?

Im Oktober 2026 kostete eine Tonne Pellets bei Abnahme von 6 t im Bundesschnitt 464,61 € (Deutsches Pelletinstitut), im Schnitt der letzten zwölf Monate 412 €. Das sind rund 9,7 ct je kWh Heizwert – weniger als Gas (11,9 ct je kWh Brennwert), aber seit dem Sommer deutlich mehr als zuvor.

Pelletheizung oder Wärmepumpe – was ist günstiger?

Über 20 Jahre liegen beide oft nah beieinander: Die Pelletheizung ist günstiger in der Anschaffung, die Wärmepumpe im Betrieb. Im Beispielhaus (20.000 kWh Gas) lohnt sich die Pelletheizung ohne Förderung bis zu einem Pelletpreis von rund 380 €/t – darüber ist die Wärmepumpe günstiger. Wird die Wärmepumpe ab 2027 nur noch mit 15 % gefördert, die Pelletheizung weiter mit 30 %, steigt die Schwelle auf rund 420 €/t. Je größer der Wärmebedarf, desto eher gewinnt die Wärmepumpe.

Wird die Pelletheizung 2027 noch gefördert?

Ja. Die Grundförderung für Biomasseheizungen bleibt nach der Richtlinie BEG EM bei 30 % – anders als bei Wärmepumpen, die ab dem 1. Quartal 2027 auf 15 % plus 15 Punkte für EU-Geräte umgestellt werden. Für Anträge ab dem 01.10.2027 gilt aber ein Staubgrenzwert von 2,5 mg/m³ statt 10 mg/m³ – dafür ist meist ein Staubabscheider nötig, was die Anlage teurer macht. Das Ministerium prüft den Wert bis zum 30.06.2027.

Annahmen und Quellen

  • Pelletpreis: Deutsches Pelletinstitut (DEPI), Pelletpreis 6 t lose, bundesweit, November 2025 bis Oktober 2026; Gründe für den Anstieg: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) laut Presseberichten
  • Anschaffung, Wartung, Verbrauch, Lagerraum: co2online, Pelletheizung (29.01.2025); Heizwert 4,6–5 kWh/kg (Rechnung mit 4,8), Nutzungsgrad 85 % (Annahme, 80–90 %), Schüttdichte 650 kg/m³ (Annahme, ENplus 600–750); Hilfsstrom 75 € im Jahr (ADAC: 50–100 €)
  • Förderung: Richtlinie BEG EM vom 17.08.2026, Nr. 5.3 b, 8.3.1, 8.4.1 c, 8.4.4 und Technische Mindestanforderungen 3.3
  • Vergleich: Wärmepumpe stündlich simuliert (PVGIS-Temperaturen, Heizkörper), Anschaffung 34.898 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Median); Gas wie im Wärmepumpen-Rechner; Pellet- und Strompreise konstant, kein Restwert